Haus geerbt – Was muss ich zuerst tun?

Günther Jägers • 5. Juli 2026

Haus geerbt – Was muss ich zuerst tun?

Haus geerbt – Was muss ich zuerst tun?

Die wichtigsten Schritte nach einer Erbschaft einer Immobilie

Der Tod eines Angehörigen ist eine emotionale Belastung. Gleichzeitig müssen Erben innerhalb kurzer Zeit wichtige Entscheidungen treffen. Gerade bei einer geerbten Immobilie stellen sich viele Fragen: Muss ich das Haus sofort verkaufen? Welche Fristen gelten? Benötige ich einen Erbschein? Wie hoch ist die Erbschaftsteuer?

Mit einer strukturierten Vorgehensweise lassen sich viele Fehler vermeiden und finanzielle Nachteile verhindern.


Schritt 1: Überblick über den Nachlass verschaffen

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über den gesamten Nachlass. Dazu gehören nicht nur die Immobilie, sondern auch Bankguthaben, Wertpapiere, Versicherungen sowie bestehende Darlehen oder andere Verpflichtungen.

Wichtig ist, dass mit einer Erbschaft grundsätzlich auch vorhandene Verbindlichkeiten übernommen werden können.


Schritt 2: Erbschein oder Testament prüfen

Ob ein Erbschein erforderlich ist, hängt vom Einzelfall ab. Liegt ein notarielles Testament oder ein Erbvertrag vor, kann dieser unter bestimmten Voraussetzungen ausreichend sein.

Erst wenn die Erben eindeutig feststehen, können beispielsweise Grundbuchänderungen oder ein Verkauf der Immobilie erfolgen.


Schritt 3: Verkehrswert der Immobilie ermitteln

Bevor Entscheidungen über Verkauf, Vermietung oder Eigennutzung getroffen werden, sollte der tatsächliche Marktwert der Immobilie bekannt sein.

Eine professionelle Immobilienbewertung schafft Klarheit und bildet eine wichtige Grundlage für:

  • Erbschaftsteuer
  • Vermögensaufteilung innerhalb einer Erbengemeinschaft
  • Verkauf der Immobilie
  • Auszahlung von Miterben
  • Finanzierungsfragen

Gerade ältere Immobilien weisen häufig Modernisierungsbedarf oder Bauschäden auf, die den tatsächlichen Verkehrswert beeinflussen können.


Schritt 4: Erbschaftsteuer prüfen

Nicht jede Erbschaft ist steuerpflichtig. Ob Erbschaftsteuer anfällt, hängt unter anderem vom Verwandtschaftsgrad, den geltenden Freibeträgen und dem Wert der Immobilie ab.

Sollte das Finanzamt einen höheren Immobilienwert ansetzen als tatsächlich am Markt erzielbar wäre, kann unter bestimmten Voraussetzungen ein qualifiziertes Verkehrswertgutachten als Nachweis dienen.


Schritt 5: Entscheidung treffen – Verkaufen, vermieten oder selbst nutzen?

Nachdem der Immobilienwert bekannt ist, können Erben die weitere Nutzung der Immobilie planen.

Mögliche Optionen sind:

  • Eigennutzung
  • Vermietung
  • Verkauf
  • Übertragung innerhalb der Familie
  • Auszahlung anderer Miterben

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von der persönlichen und finanziellen Situation sowie vom Zustand der Immobilie ab.


Häufig gestellte Fragen

Muss ich ein geerbtes Haus sofort verkaufen?

Nein. Es gibt grundsätzlich keine gesetzliche Verpflichtung, eine geerbte Immobilie sofort zu verkaufen. Viele Erben nutzen die Zeit zunächst, um den Immobilienwert professionell bestimmen zu lassen und anschließend eine fundierte Entscheidung zu treffen.


Benötige ich für eine Erbschaft immer einen Erbschein?

Nicht zwingend. In einigen Fällen genügt auch ein notarielles Testament oder ein Erbvertrag. Welche Unterlagen erforderlich sind, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.


Warum ist eine Immobilienbewertung nach einer Erbschaft sinnvoll?

Eine professionelle Bewertung schafft Klarheit über den tatsächlichen Verkehrswert der Immobilie. Sie dient als Grundlage für Erbschaftsteuer, Verkauf, Vermögensaufteilung oder die Auszahlung von Miterben.


Fazit

Wer eine Immobilie erbt, sollte keine vorschnellen Entscheidungen treffen. Eine professionelle Immobilienbewertung schafft Transparenz und bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte. Ob Verkauf, Vermietung oder Eigennutzung – wer den tatsächlichen Verkehrswert kennt, kann fundierte Entscheidungen treffen und mögliche finanzielle Nachteile vermeiden.

Sie haben ein Haus geerbt und benötigen eine Immobilienbewertung?

Ich unterstütze Erben, Erbengemeinschaften und Eigentümer mit einer professionellen Immobilienbewertung und nachvollziehbaren Verkehrswertgutachten.



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Anfrage
von Günther Jägers 5. Juli 2026
Wann verlangt das Finanzamt ein Immobiliengutachten? Bei einer Erbschaft, Schenkung oder in steuerlichen Angelegenheiten setzt das Finanzamt häufig den Immobilienwert anhand gesetzlicher Bewertungsverfahren fest. Diese Berechnung bildet jedoch nicht immer den tatsächlichen Verkehrswert der Immobilie ab. Insbesondere bei älteren Gebäuden, Modernisierungsbedarf, Bauschäden oder besonderen Lageeigenschaften kann der tatsächliche Marktwert deutlich niedriger ausfallen. In solchen Fällen kann ein qualifiziertes Verkehrswertgutachten helfen, den tatsächlichen Wert der Immobilie nachvollziehbar nachzuweisen. In welchen Fällen ist ein Gutachten sinnvoll? Ein professionelles Immobiliengutachten kann unter anderem in folgenden Situationen erforderlich oder empfehlenswert sein: Erbschaftsteuer Schenkungsteuer Nachweis eines niedrigeren gemeinen Wertes gegenüber dem Finanzamt Vermögensaufstellungen Streitigkeiten innerhalb einer Erbengemeinschaft Scheidungsverfahren Verkauf einer Immobilie gerichtliche Auseinandersetzungen Gerade im Steuerrecht kann ein nachvollziehbar begründetes Gutachten finanzielle Vorteile bringen, wenn der tatsächliche Verkehrswert unter dem vom Finanzamt ermittelten Wert liegt. Welche Gutachten erkennt das Finanzamt an? Nicht jedes Dokument oder jede Online-Bewertung wird vom Finanzamt als Nachweis akzeptiert. Anerkannt werden in der Regel fachgerecht erstellte Verkehrswertgutachten, die nach den gesetzlichen Bewertungsgrundlagen aufgebaut und nachvollziehbar begründet sind. Dazu gehören unter anderem: ausführliche Objektbeschreibung Dokumentation des Gebäudezustands Berücksichtigung von Modernisierungen Lageanalyse Marktanalyse nachvollziehbare Wertermittlung nach den anerkannten Verfahren Je vollständiger und fachlich fundierter ein Gutachten erstellt wird, desto besser lässt sich der ermittelte Verkehrswert gegenüber Behörden begründen. Kann ein Gutachten Steuern sparen? Ja – unter bestimmten Voraussetzungen. Wird eine Immobilie vom Finanzamt zu hoch bewertet und kann durch ein qualifiziertes Gutachten nachgewiesen werden, dass der tatsächliche Verkehrswert niedriger ist, kann dies Auswirkungen auf die Bemessungsgrundlage der Erbschaft- oder Schenkungsteuer haben. Ob dies im Einzelfall möglich ist, hängt von den jeweiligen Umständen und der konkreten Immobilie ab. Welche Unterlagen werden benötigt? Für die Erstellung eines Immobiliengutachtens sind je nach Objekt unter anderem folgende Unterlagen hilfreich: Grundbuchauszug Flurkarte Bauzeichnungen Wohnflächenberechnung Mietunterlagen (bei vermieteten Immobilien) Modernisierungsnachweise Energieausweis (falls vorhanden) Sollten einzelne Unterlagen fehlen, können diese häufig nachträglich beschafft werden. Wie läuft die Immobilienbewertung ab? Der Ablauf gestaltet sich in der Regel wie folgt: 1. Erstberatung Gemeinsame Klärung des Bewertungsanlasses. 2. Objektbesichtigung Erfassung des Gebäudezustands, der Ausstattung und besonderer Merkmale. 3. Prüfung der Unterlagen Auswertung aller relevanten Dokumente. 4. Wertermittlung Berechnung des Verkehrswertes nach den anerkannten Bewertungsverfahren. 5. Erstellung des Gutachtens Ausführliche Dokumentation mit nachvollziehbarer Begründung. Häufig gestellte Fragen Reicht eine kostenlose Online-Immobilienbewertung für das Finanzamt aus? Nein. Online-Bewertungen dienen lediglich einer ersten Orientierung und ersetzen kein qualifiziertes Verkehrswertgutachten. Kann ein älteres Haus niedriger bewertet werden? Ja. Alter, Modernisierungsbedarf, Baumängel oder Bauschäden können den Verkehrswert beeinflussen und werden im Rahmen einer professionellen Bewertung berücksichtigt. Wie lange dauert die Erstellung eines Gutachtens? Je nach Umfang und Objektart dauert die Bearbeitung in der Regel einige Werktage bis wenige Wochen. Fazit Eine professionelle Immobilienbewertung schafft Klarheit über den tatsächlichen Verkehrswert einer Immobilie. Gerade gegenüber dem Finanzamt kann ein fachgerecht erstelltes Gutachten eine wichtige Grundlage sein, um den Wert nachvollziehbar zu dokumentieren. Eine individuelle Prüfung der Immobilie ist dabei unerlässlich, da jedes Objekt hinsichtlich Lage, Zustand und Ausstattung unterschiedlich zu bewerten ist. Sie benötigen eine Immobilienbewertung für das Finanzamt? Ich unterstütze Eigentümer, Erben und Schenker mit einer professionellen Immobilienbewertung und nachvollziehbaren Gutachten.  NOVA Immobilienbewertung ✔ Verkehrswertgutachten nach § 194 BauGB ✔ Kurzgutachten ✔ Immobilienbewertung für Erbschaft und Schenkung ✔ Restnutzungsdauer-Gutachten nach § 7 EStG ✔ Tätigkeit in Mönchengladbach, Krefeld, Düsseldorf, Willich, Viersen und ganz NRW Jetzt unverbindlich Kontakt aufnehmen und beraten lassen.
von Günther Jägers 5. Juli 2026
Wann benötigen Sie ein Verkehrswertgutachten? Alle wichtigen Informationen zu Ablauf, Kosten, Vorteilen und Einsatzbereichen auf einen Blick.
von Günther Jägers 1. Juli 2026
Eine Immobilienbewertung ist unter anderem auch sehr sinnvoll